Ducati Nordhessen
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Fahrberichte
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Fahrbericht Multistrada 1200 Touring |
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Geschrieben von: Tommie
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Montag, den 26. April 2010 um 22:03 Uhr |
Sonntag Vormittag, Frühling und warm, die Sonne scheint und die Frau hat`s Kreuzweh vom Holzschleppen. Was liegt da näher, als mal wieder alleine und in Ruhe ausgiebig Moped zu fahren? Meistens ist ja der Weg das Ziel, aber an diesem Wochenende fand in Kassel zur Saisoneröffnung ein Motorradtreffen am Buga- See statt. Für die zig hunderte Besucher präsentierten die regionalen Händler ihre aktuellen Bikes.
Erk Motorsport stellte erstmals dem Publikum in Nordhessen die brandneue Ducati Multistrada 1200 Touring vor. Als Gestalter der Homepage hab ich nun schon so viel über dieses Bike geschrieben und deren Bilder im Dutzend bearbeitet, da lässt sich doch bestimmt eine kurze Fahrt organisieren. Leider hab ich die Auffahrt zur Autobahn verpasst, also musste ich mich über kleine, verschlungene Landstraßen durch den Knüllwald und die Schwalm nach Kassel durchschlagen. Nach diesen 80 km war ich so richtig schön warm gefahren, da passt der Spruch: „ Die Welt ist eine Kurve!“.
Warum mussten die Besucher eigentlich Ihre Bikes so abseits des eigentlichen Treffen parken? Die Bikes sind doch der Hauptgrund des Treffens. Dann sollen Die Händler doch besser Ihre Stände auf dem Parkplatz aufbauen. So haben sich die Besucher großzügig auf Parkplatz, Ausstellung und Verpflegungsbuden verteilt, ohne sich einander zu nahe zu kommen. Aber egal.
Da stand sie, ganz in Schwarz und Andreas war in seinem Element. Wie schalte ich vom Urban in den Sport Modus? Was ändert sich dabei eigentlich alles? Wenn ich über 110 kg wiege, muss ich das Fahrwerk für Solobetrieb oder Solo mit Koffer einstellen? Geht das auch während der Fahrt? Die MTS 1200 ist anders, da sollte man schon mal genauer zuhören, wie es geht. Aber Andreas blieb den ganzen Tag bei guter Laune und wusste auf jede Frage auch eine Antwort. „Willste fahren?“ „Darf ich?“ Dummerweise hatte ich meinen Helm am Bike gelassen also hin und her laufen und dann rein in die Klamotten. Beim Aufsteigen die erste Überraschung:
Sitzposition, Lenkerstellung und Fußrasten, alles genau da, wo sie hin gehören. Dabei das ganze entspannt, cool und locker. „Hier links am Lenker ist der Modusschalter. Wir fangen mal mit Urban an. Tiefes Fahrwerk für deine kurzen Beine, die Leistung für den Anfang auf rund 100 PS eingestellt. Da drücken, dann Gasgriff zu und du hast den Modus geändert.“ Was wie wo? Egal, nicht dumm fragen und nur weg. Knopf drücken, die MTS brummelt dumpf vor sich hin. Langsam zwischen den Leuten hindurch, bloß nicht umfallen, das wäre zwar sehr Werbekräftig, aber auch Sau peinlich. Ich wiederhole es gerne, diese Duc ist „meine“ erste Duc, bei der alles passt. Für die Supersportler war ich eh nicht so richtig zu haben. Dicker Bauch und enger Lederkombi schließen sich ja irgendwie aus, oder?
Also locker sitzend, die Füße auf den Rasten, total sicher balancierend zwischen den Besuchern hinaus auf die Straße. Links rum, beschleunigen, abbremsen, rote Ampel, anhalten, Zum ersten Mal auf einem neuen Bike, aber gleich ein Gefühl, als wenn`s schon eine Weile in der eigenen Garage steht. Leicht und wendig wie auf dem Moped, entspannt sitzen wie in einer Enduro, alles immer voll unter Kontrolle.
Geschwindigkeit reduzierte Bundestrasse oder Autobahn? Ich will den Power fühlen, also dem blauen Schild nach rechts abgebogen, lang gezogene Kurve mit Beschleunigungsstrei.... Geeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiillllllllllllllllllll. (Sorry, aber das muss ich hier und jetzt schreiben!). Das geht ab, trotz Stadtmodus wird’s vorne sehr leicht, aber total sicher. Zwischen die Autos eingefädelt auf die linke Spur.... Juuuuuuuchhhheeeeeeee ab geht die Luzzi.... Ehh, wie war das. Hätt ich doch besser zugehört, Modusschalter drücken, Gasgriff zu, Hä? Das ist nix, beim ersten Mal mit 160 auf der Bahn und sich auf den Schalter konzentrieren. Egal, schön die Gänge durch beschleunigt, voll in die Eisen, weil hier ist ja eigentlich 100. Auch das Bremsen erfolgt äußerst kontrolliert, aber doch ziemlich eindrucksvoll. Ich glaub, ich dreh besser um, die wollen das Ding ja eigentlich den Leuten zeigen. Beim Abbiegen kurz gehalten, nochmals an den Knöpfen gespielt, Ahh so geht’s. Verstanden. Im Enduro- Modus weiter, wieder zurück auf die Bahn, kein Auto weit und breit. Jetzt den Modus auf Sport, alles wird steifer, härter, einfach gespannter. Das ganze Fahrzeug sammelt sich unter einem wie ein Tiger, der zum Sprung ansetzt. Und der erfolgt, wenn man dann am rechten Griff dreht... An dieser Stelle schreib ich nix mehr, das müsst Ihr einfach selbst erleben...... Wenn ich jetzt von vorne geknipst würde, kann man mich sowieso nicht erkennen, ich hab nur gegrinst, eigentlich ist das ganze unbeschreiblich. Ok. Wenn ich die Multistrada mal ein ganzes Wochenende fahren dürfte, dann kann man bestimmt auch über dieses Erlebnis ausführlich schreiben. Aber so nach 10 min. ist man eigentlich nur sprachlos und begeistert. Diese Eindrücke zu verarbeiten, das dauert. Abbremsen, umlegen, runter von der Bahn und schon steh ich wieder auf dem Stand von Ducati Nordhessen. 
Ich beneide diejenigen, deren bestellte Multistrada`s nun nach und nach ausgeliefert werden. Ihr habt eine gute Wahl getroffen.
Und es gibt noch so viel, was ich Euch schreiben könnte, davon aber ein andermal mehr. Dazu muss die Probefahrt länger sein. Ist nicht bald ein langes Wochenende?
Sturz und Stressfreie Saison wünscht
Tommie |
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